Reisebericht – Urlaub im Ferienhaus in Norwegen

Reisebericht – Urlaub im Ferienhaus in Norwegen

Jahr für Jahr geht es an die Urlaubsplanung: Mama mag in den freien Wochen am Liebsten in der Sonne liegen und ein gutes Buch lesen, Papa gerne Wandern und Angeln und die Kids wollen Surfen oder Snowboarden? Wer glaubt, dass dieses Reiseziel 24 Stunden Flugstress entfernt auf der anderen Seite der Erde liegt, kann aufatmen. Im Norden Europas wartet Norwegen mit einer atemberaubenden Naturlandschaft und schier unzähligen Möglichkeiten darauf, die Herzen der Touristen zu erobern. Im besten Fall liegt das Urlaubsziel nur knapp 500 Kilometer von der Heimat entfernt – vorausgesetzt, man wohnt nicht in Garmisch’ und möchte zum Nordkap …

Auf 323.802 Quadratkilometern Fläche verteilen sich nur knapp über 5 Millionen Norweger, dazwischen verbleibt ausreichend Platz für unberührte Natur. Und genau diese schätzen auch die Norweger und genießen sie, wann immer es ihnen möglich ist. Wer für üblich eher städtisch wohnt, besitzt meist noch ein kleines Ferienhaus in einer favorisierten Region.

 

Mit NOVASOL ins Ferienhaus

Über Novasol stehen auch viele Türen dieser Häuser für Urlauber offen und bieten so – egal ob städtisch, stadtnah, am Fjord oder im Fjell gelegen – einen individuellen Einblick in die norwegische Kultur und das Gusto ihrer Eigentümer. Sie bieten zu jeder Jahreszeit eine ideale Ausgangslage, um die umliegenden Attraktionen zu erkunden oder sich aktiv zu betätigen.

Unsere Wahl fällt auf ein kleines Ferienhaus auf einer vorgelagerten Insel in der Nähe von Norwegens zweitgrößter Stadt. Bergen gilt als „Tor zur Welt der Fjorde“. Die Stadt bietet selbst mit seinem Fischmarkt, der bekannten Altstadt mit den berühmten Landungsbrücken die besten Voraussetzungen für einen kurzweiligen Aufenthalt. Auch eine Vielzahl spannender Geschäfte und  Museen sowie die sieben umgebenden Berge der Stadt versprechen Abwechslung pur.

Ferienhaus in Hakonsund, Norwegen

Doch von all dem Trubel ist von unserem Domizil für die nächste Woche nicht viel zu sehen. Alleine steht das kleine Holzhaus oben auf einem Felsen errichtet an einem kleinen Sund, der direkt ins offene Meer mündet. Unterhalb liegt das kleine Bootshaus. Das hauseigene Motorboot treibt unweit davon angebunden im Wasser. Gen Südwesten erstreckt sich ein riesiges Holzdeck über mehrere Plateaus bis fast an die Wasserlinie hinunter, am Fahnenmast weht der norwegische Langwimpel im Wind. Im Haus selbst duellieren sich skandinavisches Design und norwegische Rustikalität in einer harmonischen Weise. Inmitten weiß gestrichener Wände und Decken steht ein großer Holztisch, dessen Holzbohlen leise Geschichten zu erzählen scheinen. Darauf erwartet uns ein kleines Präsent unseres Vermieters, der uns mit lokalen Köstlichkeiten willkommen heißt: Lachs, Kaviar, Apfelringe, Marmelade und sogar zwei exklusive Flaschen Bier einer benachbarten kleinen Brauerei sollen uns den Aufenthalt versüßen. Schnell ist alles eingeräumt, die Betten im Dachgeschoss bezogen und alles an seinem Platz, sodass wir die nächsten sieben Tage lang die Seele baumeln lassen könnten.

Kleines Gastgeschenk

Draußen hat es inzwischen begonnen zu regnen und der Wind peitscht die Tropfen um das Haus. Grund genug, um den Abend gemeinsam auf der Couch zu verbringen und dabei dem Tanz der Flammen im Kamin und den vorbeifahrenden Schiffen zuzusehen.

 

Die nächsten Tage in unserem Feriendomizil

Am nächsten Morgen ist all das schon wieder vergessen und so genießen wir unser Frühstück in der Sonne auf der Terrasse. Gartenmöbel finden wir im Bootshaus und noch viel mehr.
Unser erster Ausflug ist eher pragmatischer Natur. Wir wandern zum etwa 20 Minuten entfernt liegenden Supermarkt, dessen Sortiment es auch absolut an gar nichts fehlt. Mit einem prall gefüllten Rucksack voller norwegischer Spezialitäten kommen wir wenig später wieder an unserem Ferienhäuschen an und lassen es uns gut gehen.

Am nächsten Morgen ist das Wetter – wie für Bergen typisch – wechselhaft. Aber das ist weithin bekannt und so machen wir uns entsprechend vorbereitet auf den Weg gen Bergens’ Zentrum. Wir drehen eine Runde über den Fischmarkt, schlendern durch die engen Gassen von Bryggen und fahren mit der Standseilbahn auf den knapp 400 Meter hohen Berg Fløyen, um einen Blick von Oben auf die – für mitteleuropäische Verhältnisse kleine – bunte Stadt zu werfen.

Auf dem Rückweg zu unserem kleinen Feriendomizil sind die letzten Meter geprägt von Regen und Wind. Doch kaum haben wir die Tür hinter uns zugezogen und das Feuer im Kamin entzündet, spüren wir beim Blick durch die Balkontür auf die stürmische See, wie uns Behaglichkeit überkommt. Wir genießen die gemeinsame Zeit beim Kochen, Essen, Spielen und Beisammensein und hier drinnen kann uns das Wetter eh egal sein. Die Kinder schlafen auf der Couch vor dem Ofen ein, der Feuerblick hat sie übermannt. Die vermutlich puristischste Art von „Fernsehen“.

Weitere Ausflüge warten auf uns

In den folgenden Tagen erfreuen wir uns an Ausflügen im Umland. Denn bis zum Hardangerfjord sind es nur 70 Kilometer. Und in Bergens Innenstadt wartet weiterhin das „Bergen Akvariet“ mit seinen Bewohnern aus der Wasserwelt auf uns.

Am letzten Tag meint es der Wettergott noch einmal richtig gut mit uns und demonstriert eindrucksvoll, wie sommerlich Skandinavien sein kann. Wir werden wach, als uns die ersten Sonnenstrahlen an der Nase kitzeln. Endlich ist es das passende Wetter, für eine kleine Bootstour durch die Schären der vorgelagerten Inselwelt.

Mit solch einem Bilderbuchtag fällt uns der Abschied richtig schwer. Am nächsten Vormittag verlassen wir unsere Unterkunft, um mit der MS Stavangerfjord langsam in die Realität zurückbefördert zu werden. Vorbei an dem kleinen, weißen Holzhaus, das wir in der vergangenen Woche unsere Heimat nennen durften.

Ziel der Überfahrt ist der dänische Hafen Hirtshals, jedoch führt die erste Passage zunächst inländisch nach Stavanger. Und genau diese ist ein besonderes Highlight: via Haugesund gleitet die „TraumReiseFähre“ durch die Schären und wir erleben die längste und definitiv eine der schönsten „Fjordcruises“ unseres Urlaubs.

Es war eine unvergesslich schöne Zeit und gewiss kommen wir wieder.

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